Mittwoch, 31. Januar 2018

Biking & Hiking - Epilog: Polly macht Pause

Wieder zu zweit
Dauergefährte O. und ich verbringen noch 3 schöne Tage im Harz. Ich, die seit vorletzter Woche 3,5 Tausend Kilometer auf dem Buckel hat, bin gar nicht so motorradgeil wie er, der gerade von Zuhause kommt. So unternehmen wir auch andere spaßige Dinge, wie die Besichtigung eines Bergwerkes und des NABU-Hauses, sowie einige fröhliche Abfahrten auf der Sommerrodelbahn. O., der mir bei meinen Berichten gern zuhört, selbst aber ausgesprochen sparsam in die spirituelle Gedankenwelt eintaucht, holt mich in das Leben zurück, das mich auch nach dem Urlaub wieder erwartet. Sach- und Tagesthemen nehmen viel Raum ein. Dazu Menschen, die erwarten, dass man so ist, wie sie einen brauchen. Pausen nehme ich mir immer wieder. Und weil sich Spätsommer und Herbst von ihrer regnerischen Seite zeigen, habe ich nicht mehr viele Möglichkeiten, Reisen mit meinem tapferen Pony zu unternehmen. Dafür gehe ich zu Fuß. Ich wandere einige Etappen auf dem Heidschnuckenweg und quäle mich über eine Teilstrecke des Jakobswegs Via Baltica, der von Usedom bis Bremen auch über Lübeck und Hamburg verläuft. Leider spielt mein maroder Rücken nicht so richtig mit und als ich mir zur Wintersaison ein Fahrrad kaufe, steht für mich fest: Nächsten Sommer werde ich noch einmal Pilgern. Dieses Mal richtig und mit allem Drum und Dran. Mit dem Fahrrad. In Spanien. Auf dem Jakobsweg Camino Francés. Von Biarritz bis nach Santiago de Compostela. Der Gedanke, lässt mich ein bisschen wehmütig werden, denn mein Motorrad muss einmal zu Hause bleiben. Doch der Weg ruft mich und ich werde ihm folgen.




Ein Abschied ist immer ein Neuanfang.
Und anstatt nostalgisch zurück zu blicken, schaue ich neugierig auf das, was kommt.
Spätherbst in der Lüneburger Heide


Uff....

Aus meinem witzigen Bikerinnen-Tagebuch ist ein philosophischer Reisebericht meines Lebens geworden. Das Motorradfahren hat mich in vielerlei Hinsicht zu mir zurückgeführt und ich liebe jeden Tag, den ich mit meinem tapferen Pony verbringe. Dabei hat sich das Schreiben zu sehr viel Nachdenklichkeit und Pollysophie verändert, weil ich heute außer witzig auch noch sehr glücklich bin. Und vor diesem Glück zeige ich eine tiefe Demut, denn bis vor gut 5 Jahren dachte ich noch, dass dieser Zustand in meinem Leben nicht vorgesehen ist.

Neulich sagte mein Freund PS, der mich seit 30 Jahren begleitet, zu mir:"Wenn ich anderen Menschen von Dir erzähle, dann sage ich denen, dass Du der fröhlichste Mensch bist, den ich kenne.“ Das Irre dabei ist auch, dass ich nicht aufgesetzt fröhlich bin, sondern die Freude aus meinem tiefsten Inneren empfinde.

Das Schreiben ist definitiv ein Teil dieses Glücks. „Warum dann Pause?“ fragt sich nun der Leser. Nun ja, was ich lernte ist, dass ich nur noch machen möchte, was mir Spaß macht. Und das setze ich konsequent um. Dazu gehört auch der Ansporn, die eigene Latte immer wieder etwas höher zu legen. Also werde ich mich auch in der Schreiberei noch einmal neu sortieren. Technisch gesehen gefällt mich die Arbeit auf Blogger nicht mehr so gut. Es ist einfach ziemlich mühsam, Texte und Bilder einigermaßen ordentlich anzuordnen. Es bleibt immer ein wenig dem Zufall überlassen, wie sich das Layout am Ende darstellt und das nervt mich kolossal! Hier möchte ich mal schauen, was es noch so gibt. Und dann möchte ich mich auch stilistisch noch einmal weiter entwickeln. Keine Sorge – ich werde keine psychedelischen Gedichte veröffentlichen. Viel mehr arbeite ich in Richtung Buch oder Ähnliches.

Wie Ihr wisst, habe ich in diesem Jahr noch eine tolle Reise vor und von dieser werde ich Euch natürlich erzählen. Bis dahin widme ich mich einigen beruflichen Themen, dem Musizieren, dem Radtraining und im sonnigen Frühjahr auch wieder dem Motorradwandern. 

Wir sehen uns im Sommer!

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Ich finde deinen Blog echt unterhaltsam, aber auch ich würde mir etwas mehr Tiefe bei der Beschreibung deiner Reisen wünschen. :)

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  3. Ich wünsche mir, das du eines Tages zurück zum Bloggen findest. Die Tiefe der letzten Zeit hat mir doch sehr viel gegeben ....

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    1. Vielen Dank, Matilda! Mal sehen, wie es sich weiter entwickelt.

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